Horressen im Westerwald

... mir sinn Ommeze :-)
 

Änderung der Trinkwasserversorgung in Horressen und Elgendorf

Als wir Ende November 2020 aus dem Mitteilungsblatt und nach Rückfrage bei der VG erfuhren, dass wir zu 100% unser Trinkwasser aus Vallendar erhalten (Uferfiltrat mit einem 2,5 fach höherem Härtegrad als vorher), kämpfen wir alle dafür, dass diese Trinkwasserversorgung wieder rückgängig gemacht wird:

1) Am 2.12.2020 informierte Melanie Leicher den Ortsbeirat Horressen hierüber und dieser beschloss einstimmig, dass sie sich weiter um das Thema kümmern soll (siehe Protokoll).

2) Am 3.12.2020 teilte Melanie Leicher dem Stadtrat Montabaur die Umstände der neuen Versorgung mit und bat um Mithilfe, dies rückgängig zu machen.

3) Am 3.1.2021 ging ein Schreiben von Melanie Leicher und Andreas Lorenz an den VG Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich mit Argumenten und der Bitte, die Versorgung umzustellen

4) "Beantwortet" wurde dieses Schreiben zunächst 4 Wochen später in der Westerwälder Zeitung.

5) Melanie Leicher erhielt vorher als "Eingangsbestätigung" ein Schreiben von Hr. Richter-Hopprich in seiner Funktion als Kreiswahlleiter, dass sie als stellvertr. Ortsvorsteherin die Belange des Ortes nur vertreten darf, wenn der Ortsvorsteher vertreten werden muss. Er wirft ihr vor, sich nur um das Thema Trinkwasser zu kümmern, da sie sich im Wahlkampf zur Landtagswahl als Direktkandidatin profilieren will.

5) 3 Tage nach dem Artikel in der WWZ erhielten Guido Fuchs und Andreas Lorenz ein Antwortschreiben von Hr. Stein

6) Die FWG Fraktion stellte im Werkausschuss der VG in der Sitzung am 10.3.2021 einige wiederholte Fragen zum Thema, die jedoch wiederum unzulänglich oder gar nicht beantwortet wurden. Anfragen von anwesenden BürgerInnen wurden nicht zugelassen, die beiden anwesenden Ortsvorsteher Fuchs und Lorenz durften nur Verständnisfragen stellen. Demokratie geht anders!

Anmerkung: Es handelt sich bei den obigen Punkten um die wichtigsten Auszüge der Kommunikation.

7) Während der Ortsbeiratssitzung am 19.05.2021 teilte Melanie Leicher den Anwesenden mit, dass aufgrund der Tatsache, dass alle Bemühungen bisher scheiterten, zusammen mit Guido Fuchs ein Antrag auf Bürgerbegehren lt. § 17a der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz (GemO RLP) für eine Mischung des zugekauften Vallendarer Wassers mit dem Wasser der/des Tiefbrunnen der Montabaurer Höhe gestellt wird. 

Hierfür werden derzeit zwischen 900 bis 1000 Unterschriften aus dem kompletten Stadtgebiet Montabaur gesammelt. Sobald die Unterschriften vorliegen, werden diese als Antrag auf ein Bürgerbegehren bei der Stadtbürgermeisterin abgegeben. Alsdann werden die Unterschriften durch Verwaltungsmitarbeiter geprüft und der Stadtrat entscheidet, ob dem Antrag statt gegeben wird. Der Antrag lautet wie folgt:

Die Unterzeichnenden beantragen, dass den Bürger*innen der Stadt Montabaur folgende Fragestellung zum Bürgerentscheid gestellt wird:

"Soll das Trinkwasser für Horressen und Elgendorf in seiner Zusammensetzung wieder derart bereitgestellt werden, dass dem Trinkwasser der/des Tiefbrunnen der Montabaurer Höhe Trinkwasser aus Vallendar beigemischt wird so wie vor der Umstellung im Jahr 2020?"

Zur Erklärung: Horressen und Elgendorf möchten lediglich eine Gleichbehandlung aller Stadtteile Montabaur in der Trinkwasserversorgung - also eine Vermischung des zugekauften Vallendarer Wassers mit unserem Quellwasser - so wie es seit vielen Jahren schon praktiziert wurde. Hierbei entstehen weder den Montabaurer noch den Eschelbacher Bürger*innen Nachteile - mehr als 3000 Menschen in Horressen und Elgendorf aber erhalten dann wieder besseres Trinkwasser - das Lebensmittel Nummer 1.

Wir stellen zudem fest, dass §15 Abs. 1 der GemO bei der Änderung der Trinkwasserversorgung durch die Verbandsgemeinde Montabaur missachtet wurde: "Die Gemeindeverwaltung hat die Einwohner über wichtige Angelegenheiten aus dem Bereich der örtlichen Verwaltung in geeigneter Form zu unterrichten."

Zudem stellt die Änderung der Trinkwasserversorgung den vor genau 50 Jahren (1971) geschlossenen Vertrag zur Eingemeindung des vorher unabhängigen Ortes Horressen infrage:


8) Am 7. Juli 2021 um 19 Uhr fand eine Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Elgendorf zum Thema Trinkwasserversorgung statt.

9) Am 16. Juli 2021 fand um 18.30 Uhr eine Bürgerversammlung in Horressen (Turnhalle) statt. Neue Erkenntnisse gab es nicht, die Bürger*innen taten ihren Unmut zur Trinkwasserversorgung kund. Der 1. Beigeordnete Hr. Stein versprach eine bessere Kommunikationskultur für die Zukunft sowie Informationen zu den Trinkwasseranalysewerten im Mitteilungsblatt der VG Montabaur.


Corona-Kirmesbuche 2020

Wie wir es den Horresser Bürgerinnen und Bürgern ankündigten, haben wir zusammen mit Herrn Kuch von der VG Montabaur die Kirmes Blutbuche 2020, die der Ortsbeirat Horressen der Kirmesgesellschaft gestiftet hat, eingepflanzt. Sie hat nun einen wunderschönen Platz auf der Wäschbach, kann dort groß werden und erhält noch ein Zäunchen um sich herum damit ihr Wachstum durch nichts gestört wird. In den nächsten Jahren erhält sie zusätzlich noch ein Schild mit der Aufschrift "Kirmesbaum 2020". 

Sprichwort: "Die Vorfahren pflanzten Bäume, damit sich die Nachkommen an ihrer Kühle freue." Hoffen wir, wir unsere Kirmes 2021 wieder zusammen feiern können! Planungen hierzu gibt es bereits...


Volkstrauertag 2020

Normalerweise würden wir am Volkstrauertag nicht nur unsere beiden Horresser Chöre und den Musikverein hören, auch die Freiwillige Feuerwehr würde uns Spalier stehen. Doch das geht zur Zeit alles leider nicht. Daher haben wir ein Video erstellt, damit der Volkstrauertag nicht vergessen wird. Denn es ist wichtig, solche Gedenktage zu würdigen. 

Nur wer seine Geschichte kennt, kann gute Zukunft gestalten! 

Ihre/Eure Melanie Leicher

Horressen im SWR "Hierzuland", Sendung vom 6. Januar 2020


Kirmes-Impressionen 2019


 

 Bilder: Melanie Leicher